Historisches
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In einem Feuerschadensprotokoll aus dem Jahre 1882 wird erwähnt, dass Deutschkreutz eine Spritze, zwei Wasserlieferwagen und zwei Spitzhacken auf Stangen besitzt. Diese Geräte waren offensichtlich im öffentlichen Eigentum, ein Beitrag der Gemeinde zur Brandbekämpfung. Ob sie im Falle eines Brandes von den Betroffenen von einem bestimmten Platz geholt werden konnten oder von beauftragten Personen bedient wurden, ist nicht bekannt. Groß war diese Mannschaft allerdings nicht, so dass am Brandplatz doch die Laien mit Kübeln, Gabeln und ähnlichem die Hauptarbeit leisten mussten.
Im Jahre 1885 wurde der "Kranken- und Beerdigungsverein des freiwilligen Feuerwehrvereins von Deutschkreutz" gegründet, welcher die Sicherheit der Bevölkerung sowie derer Unterstützung bei Erwerbslosigkeit inne hatte.
Das Gründungsjahr unserer Feuerwehr ist das Jahr 1890, in diesem Jahr wurden die Statuten des Vereins eingereicht. Diese wurden erst 1892 in Budapest beglaubigt zur Kenntnis genommen.
Im Gründungsjahr wurde auch das Gerätehaus am Elisabethplatz errichtet. Eine der ersten Spritzen, der "Hydrant" (Pferdespritzenwagen) existiert noch, der mit 1891 datiert ist.
Der Freiwillige Feuerwehrverein veranstaltete im Jahre 1906 einen sehr gut gelungenen Ball. Der Reingewinn von 100 Kronen kam dem Fonds der Freiwilligen Feuerwehr zugute.
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1924: Gab es für die Ortsfeuerwehr von Deutschkreutz einen Grund zum Feiern. Auf dem Elisabethplatz wurde am 29. Juni die neue Feuerwehrfahne gesegnet.
Im selben Jahr war ein Meilenstein, die Aufstellung einer Jungmannschaft im Rahmen der Feuerwehr Deutschkreutz, die erste Jugendfeuerwehr des Burgenlandes.
1930: Anlässlich des 40-jährigen Gründungsfestes unserer Ortsfeuerwehr fand am 1. Juni die Segnung der neuen Motorspritze statt.
Als es dann Jungfeuerwehren auch in anderen Ortschaften gab, wurden bereits Wettkämpfe ausgerichtet. Zu diesen fuhr unsere Jungmannschaft mit Pferdewagen sogar bis Neusiedl.
1935: Am 24. April erhalten die Feuerwehren des Burgenlandes, die bis zu diesem Zeitpunkt als Vereine geführt wurden, durch das neue Feuerwehrgesetz eine Stellung als Einrichtungen des öffentlichen Rechts.
1936: Als Girm - durch die mehrheitliche Entscheidung seiner Wahlberechtigten - ein Ortsteil von Deutschkreutz wurde, machte man aus der Girmer Feuerwehr den "Löschzug Girm". Erst in den siebziger Jahren wurde dieser wieder in eine Ortsfeuerwehr rückgeführt, in der seither, besonders bei der Jugend, sehr erfolgreich gearbeitet wird.
1938: Nach dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland wurde unsere Freiwillige Feuerwehr in eine Feuerschutzpolizei umfunktioniert, was aber keinerlei organisatorische Veränderungen mit sich brachte. Während des Zweiten Weltkrieges, als viele Burschen und Männer eingerückt waren, übernahmen ältere Männer und die HJ-Feuerwehr den Feuerschutz in unserer Gemeinde.
Der Wiederaufbau der Feuerwehr nach dem Krieg gestaltete sich äußerst schwierig. So hatte die russische Besatzung das Gerätehaus am Elisabethplatz geplündert. In vielen freiwilligen Arbeitsstunden wurde es nach und nach wieder adaptiert.
1946: Das Ansehen der Deutschkreutzer Feuerwehr wurde auch bezirksweit deutlich, Paul Basco sen. wurde zum Kreisinspektor ernannt, was er bis 1952 blieb. VI. Johann Wiedeschitz übernahm 1947 die Funktion des Bezirkskommandanten, die er 19 Jahre lang bekleidete. Hl. Johann Heinrich wurde zunächst zu seinem Adjutanten bestellt, von 1957 – 1962 fungierte er als Bezirksfeuerwehrinspektor.
1951: In dieser Zeit wurde eine neue Motorspritze angeschafft, die am 14. Oktober gesegnet wurde.
1952: Unsere Feuerwehr brauchte auch eine neue Fahne, die am 18. Mai 1952 gesegnet wurde. Es war ein großes Fest für alle Deutschkreutzer, ganz besonders aber für die Fahnenmutter Maria Weber und für die Fahnenpatin Maria Pfneisl.
1958: Bei den Feuerwehrwettkämpfen in Lackendorf bzw. Stoob wurde Deutschkreutz 1. Löschkreis - bzw. Bezirkssieger.
1960: Wurde der erste Tanklöschwagen - mit 2.000 Liter Fassungsvermögen - erworben. Finanziert wurde dieses wertvolle Fahrzeug, durch die Spenden der Bevölkerung, durch Mitteln seitens der politischen Gemeinde und durch Landessubvention. Als Autopatin stellte sich Regina Groß zur Verfügung.
1972: Neben den Löscheinsätzen wurde auch die gesellige Seite durch eine Partnerschaft mit der Feuerwehr von Sopronhorpács belebt. Durch gegenseitige Besuche wurde diese Freundschaft mehr und mehr vertieft.
1976: Kam es zur Neugründung einer Jugendfeuerwehrmannschaft, ebenso wurden die ersten Funkgeräte angeschafft.
1977: Am 29. Mai wurde auf dem Elisabethplatz die neue Tragkraftspritze gesegnet, über die Theresia Weber die Patenschaft übernahm. Gleichzeitig konnte die Freiwillige Feuerwehr das 25-jährige Fahnenjubiläum feiern.
1978: Am 18. Juni wurden die Bezirkswettkämpfe der Feuerwehren auf dem Deutschkreutzer Sportplatz abgehalten.
1980: Auf Initiative der Deutschkreutzer Feuerwehrmänner Paul Bacso, Josef Heinrich, Paul Kovacs und Josef Weber wurde in Unterfrauenhaid die erste Fatimafeier der Feuerwehren des Bezirkes Oberpullendorf abgehalten.
1985: Aufgrund der immer zahlreicher und schwieriger werdenden technischen Einsätze wird ein nach neuesten Erkenntnissen ausgestattete Rüstlöschfahrzeuges der Marke "Lohr", mit Bergeschere, am 20. Dezember von der Ortsfeuerwehr übernommen. Der angekaufte RLF 2000 wird am 27. April 1986, am Tag der Feuerwehr, im Schulpark, in Anwesenheit von zahlreichen Ehrengästen und 264 Feuerwehrmännern aus 22 Ortsfeuerwehren des Bezirkes gesegnet. Finanziert wird das 2,3 Millionen Schilling teure Einsatzfahrzeug zu 30 % von der Ortsfeuerwehr, zu 25 % vom Land Burgenland, und den Rest der Kosten trägt die Gemeinde. Die ATS 750.000,--, die die Feuerwehr aufbringt, sind zur Gänze Spenden aus der Deutschkreutzer Bevölkerung. Die Patenschaft über den RLF 2000 übernimmt Gabriele Weber.
1989: Anläßlich eines Gemeindebesuches in der Partnerstadt Wetter (Hessen, Deutschland) wurde mit der Stadtfeuerwehr Kontakt aufgenommen. Noch im selben Jahr, bei einem Besuch der Stadtfeuerwehr Wetter in Deutschkreutz, wurde die Partnerschaft offiziell unterzeichnet.
1990: Einen besonderen Höhepunkt in der Geschichte unserer Ortsfeuerwehr stellt die Einweihung des neuen repräsentativen Feuerwehrhauses am Elisabethplatz am 6. Mai dar.
1991: Am 21. April wurde das 100-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Deutschkreutz vor dem Feuerwehrhaus gefeiert.
1994: Wurde ein Kommandofahrzeug, aufgebaut auf einem VW T4 Pritschenwagen, angekauft.
1997: Die Ortsfeuerwehr veranstaltet die Landesjugendleistungsbewerbe mit Jugendlager gemeinsam mit der Feuerwehr Girm am Sportplatz und beim Schwimmbad.
2000: Um die Schlagkräftigkeit der Wehr zu stärken, wurde ein neues Löschfahrzeug mit Allrad angeschafft. Dieses Fahrzeug wurde am 1. Juni gesegnet, als Autopatin fungierte Claudia Weber.
2001: Anläßlich des 110-jährigen Bestandsjubiläums wird ein Mosaikbild des Heiligen Florians, dem Schutzpatron der Feuerwehr, im Rahmen eines großen Festaktes am 24. Mai gesegnet.
Das Mosaik welches von Feuerwehrmitglied Leopold Pogats der Feuerwehr gewidmet wurde, ist an der Außenfassade des Feuerwehrhauses angebracht.
2005: Der Wissenstest der Jugendfeuerwehren des Bezirkes Oberpullendorf wurde in der Europaschule ausgetragen.
2006: Im Gasthaus Weber wird das 100. Feuerwehrball der Feuerwehr Deutschkreutz gebührend gefeiert.
2010: Da das Rüstlöschfahrzeug schon in die Jahre gekommen war, wurde nach langer Planungsphase, Anfang des Jahres ein neues, modernes und dem Stand der Technik gerechtes RLFA 2000 in Dienst gestellt. Unter der Patenschaft von Evi Heinrich wurde das Fahrzeug am 23. Mai am Elisabethplatz gesegnet.